Grußwort der Schirmfrau des 8. CSD in Cottbus Marietta Tzschoppe – Bürgermeisterin der Stadt Cottbus

Bürgermeisterin der Stadt Cottbus, Marietta Tzschoppe{jcomments off}Liebe Cottbuserinnen und Cottbuser,
liebe Freundinnen und Freunde,
verehrte Gäste unserer Stadt,

vom 27. Juni bis 2. Juli wird in Cottbus und der Südbrandenburger Region wieder die Zeit des Christopher Street Day (CSD) sein. Mit vielfältigen Veranstaltungen und einem Demonstrationszug durch die Cottbuser Innenstadt am letzten Tag der Aktionswoche wird in der Öffentlichkeit bereits zum 8. Mal ein deutliches Zeichen gegen Homophobie und für die Offenheit unterschiedlicher Lebensweisen gesetzt.

 

Der diesjährige CSD steht unter dem Motto „AKZEPTANZ – ja*, nein, vielleicht - *Pflichtfeld“ und unterstreicht, dass es um Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bi- und Intersexuellen, Transgender und Queers in der Gesellschaft geht. Akzeptanz zu haben beschreibt die uneingeschränkte Bereitschaft zur Hinnahme eines Sachverhaltes, einer Situation und/oder einer Person. Es geht also um viel mehr, als nur um Toleranz gegenüber gleichgeschlechtlicher Vielfalt. Akzeptanz stellt ein zustimmendes Werturteil da.

Lesben, Schwule, Bi- und Intersexuelle, Transgender und Queers sind Teil unserer Stadt und unserer Gesellschaft. Staat und Zivilgesellschaft sollten für den Wert Akzeptanz einstehen. Das ist uns mit Artikel 3 Abs. 2 des Grundgesetzes und Artikel 12 Abs. 2 der Brandenburger Landesverfassung als unmittelbar geltendes Verfassungsrecht bereits ins Stammbuch geschrieben worden. Diese Bestimmungen garantieren, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind und niemand wegen seines Geschlechts oder seiner sexuellen Identität benachteiligt werden darf. Das muss für alle Menschen gelten.

Als Beispiel für Akzeptanz fällt mir da ein passender Ausspruch von Konrad Hermann Joseph Adenauer, erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland von 1949 bis 1963 und von 1951 bis 1955 zugleich erster Bundesminister des Auswärtigen ein, als er einmal sagte: "Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht."

Ein politisches und gesellschaftliches Engagement bleibt daher auch in Zukunft unverzichtbar, um die Gleichstellung unterschiedlicher sexueller Identität und Geschlechter auch im Bewusstsein der Gesellschaft zur Selbstverständlichkeit werden zu lassen.

Ein herzlicher Dank geht an alle Ehrenamtlichen, die wieder ein vielfältiges Programm für diese Aktionswoche vorbereitet haben. Danken möchte ich auch den Sponsorinnen und Sponsoren. Ich freue mich auf viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer des CSD 2016 und wünsche ein gutes Gelingen aller Veranstaltungen.

Ihre

Marietta Tzschoppe

deenpl