Benjamin Biewald

Benjamin BiewaldDas Verfahren war absolut intransparent. Aber dass das Ministerium „Transparenz“ hauptsächlich als leere Worthülse versteht, wurde ja in den sog. „Beteiligungsworkshops“ zum Aktionsplan zu Genüge bewiesen.

Das Vorgehen ist undemokratisch. Communities, Vereine und nicht zuletzt auch die Ehrenamtlichen dahinter haben unmiss-verständlich ihre Standpunkte dazu ausgedrückt. Sich gegen den erklärten Willen der Communities zu stellen ist ein Skandal für jede augenscheinlich „demokratische“ Institution.

Die Ausschreibung ist in höchstem Maße destruktiv. Nach 25 Jahren erfolgreicher Arbeit im Land hat die LKS weitreichende Strukturen geschaffen, die ausgiebig genutzt werden um queeren Minderheiten in Politik und Gesellschaft eine Stimme zu verleihen. Das Ganze „in die Tonne zu kloppen“ ist ein sinnbildlicher Tritt in das Gesicht der Ehrenamtlichen, die halfen diese Strukturen zu errichten. Nicht zuletzt ist die ganze Sache unglaublich gefährlich. Ich denke es ist nicht schwer nachzuvollziehen, warum ich mich darüber aufrege, dass in Zeiten des (wieder) aufkommenden Nationalismus queeren Communities ihre Strukturen und ihre politische Organisiertheit genommen werden.

Liebes Ministerium: So nicht!

Benjamin Biewald
UPride