Eröffnung der CSD-Aktionswochen am 23.08.2021 an der BTU Cottbus-Senftenberg
Regenbogenfahnenhissung am 23.08.2021 | Landesamt für Soziales und Versorgung (Standort Cottbus)
Seifenkistenrennen am 28.08.2021 in Cottbus Sandow
Dragqueen Workshop am 28.08.2021 in Cottbus
Pianobar meets PubalaPub am 01.09.2021 im Piccolo Theater Cottbus

Grußwort der Schirmfrau des 13. CSD in Cottbus/Chóśebuz Marietta Tzschoppe – Bürgermeisterin und Leiterin des Geschäftsbereiches Stadtentwicklung und Bauen der Stadt Cottbus

Marietta Tzschoppe - Foto: Johannes KoziolLiebe Cottbuserinnen und Cottbuser,
liebe Freundinnen und Freunde,
verehrte Gäste unserer Stadt,

in wenigen Wochen begehen wir in unserer Stadt und der gesamten Niederlausitz zum 13. Mal den Christopher Street Day (CSD). Vom 23. August bis 04. September werden wieder zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen stattfinden.

Das Motto des diesjährigem CSD lautet "Große Hürde Menschenwürde" und knüpft unmittelbar an Artikel 1 Absatz 1 des Grundgesetzes an, in dem steht: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Doch was bedeutet das konkret?

Würde ist zunächst erst einmal ein abstrakter, schwer greifbarer, aber zugleich auch sehr bedeutsamer Begriff. Eine konkrete Definition fällt auf Anhieb gar nicht so leicht. Nach dem deutschen Philosophen Immanuel Kant bedeutet Menschenwürde, dass jeder Mensch wertvoll ist, weil er ein Mensch ist. Menschen besitzen die Fähigkeit zu vernünftigem und moralischem Handeln und dies stellt nach Kant einen „unvergleichlichen Wert“ dar.

Unantastbar heißt auch unverletzlich, also einen Menschen nicht zu verletzen. Und das kann vieles sein. Mit Verletzen ist hier nicht nur körperliche Gewalt gemeint, sondern auch einen Menschen auszugrenzen, zu verspotten, über ihn zu lästern, ihm etwas wegzunehmen, das ihm viel bedeutet oder ihn zu etwas zu zwingen, das er nicht tun will. Auch einen Menschen zu beleidigen, ihn nicht zu beachten, ihn lächerlich zu machen oder ihm das Gefühl zu geben, weniger wert zu sein als man selbst, bedeutet Missachtung der Würde der bzw. des Anderen. Der Staat muss die Menschenwürde achten und dafür sorgen, dass das Grundgesetz beachtet wird. Alle anderen Gesetze müssen sich an diesen ersten Artikel des Grundgesetzes halten. Vor allem in der Corona-Pandemie wurde sichtbar, dass die Menschenwürde leicht verletzt werden kann und einer unserer wichtigsten Werte ist.

Deshalb freue ich mich, dass mit diesem Motto viel Diskussions- und Gesprächsstoff für alle Veranstaltungen gegeben ist.

Ich wünsche allen Organisierenden ein sehr gutes Gelingen, viel Spaß und Freude und vor allem viele Teilnehmende und bedanke mich beim CSD Cottbus e. V. und den vielen Unterstützenden für das erneut spannende und umfangreiche Programm.

Ihre

Marietta Tzschoppe